Friedenspreis für Hessen

Der hessische Verein Oekumenischer Dienst Schalomdiakonat (OeD) bekommt den Lothar-Kreyssig-Friedenspreis.

FriedensdienstOekumenischer Dienst Schalomdiakonat

Der Verein setzt sich seit 1992 für gewaltfreie Konfliktbearbeitung ein. Seit 1994 qualifiziert der OeD Menschen zu Friedensfachkräften und begleitet sie bei Projekten in Krisenregionen.

Die gemeinnützigen Stiftung „Lothar-Kreyssig-Friedenspreis” vergibt den Preis morgen 11 Uhr in der Magdeburger Johanniskirche. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Er wird seit 1999 im Zweijahresrhythmus - nun zum siebenten Mal - an Einzelpersonen oder Gruppen verliehen, die sich für Frieden und Versöhnung innerhalb Europas und mit Israel einsetzen. Bekannteste Preisträger sind die ehemalige Staatsministerin Hildegard Hamm-Brücher sowie der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident Polens, Tadeusz Mazowiecki.

Die Laudatio hält morgen der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Pastor Renke Brahms.

 


Die Auszeichnung erinnert an Lothar Kreyssig, der während der Nazizeit als einer von wenigen offen gegen die Euthanasiemorde der Nationalsozialisten protestierte.

Lothar KreyssigAktion Sühnezeichen Friedensdienste

Bis zum Kriegsende versteckte Kreyssig zwei jüdische Frauen und setzte sich nach dem Ende des Krieges mit der „Aktion Sühnezeichen“ maßgeblich für die Versöhnung zwischen Israel und Deutschland ein. Die "Aktion Sühnezeichen Friedensdienste" leistet Friedens- und Aufbaudienste in den Ländern, die im Zweiten Weltkrieg unter der deutschen Besatzung in besonderem Maß gelitten haben.

 

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