Soldatenfamilien: Depression bis ins dritte Glied

©Bundeswehr/HerholtEin Soldat verabschiedet sich von seiner Familie

Soldatenkinder sind besonders anfällig für Stress und haben Probleme, sich in der Geselschhaft anzupassen. Dies belegt eine Studie der  US-Verhaltensforscherin Alyssa J. Manfield. Die ständige Angst um die Eltern, die weit weg von zu Hause im Einsatz sind, lösen psychische Auffälligkeiten aus. Neben Stress- und Anpassungssyndromen kommt es häufig zu Depressionen.

Bis ins dritte Glied …
Auch die Kölner Autorin Sabine Bode beschreibt in ihren Büchern "Kriegskinder", "Kriegsenkel“ und "Nachkriegskinder“, wie sich die Folgen des Krieges bis in die dritte Generation einer Familie bemerkbar machen. Sie stellt dar...

©Bundeswehr/HerholtEin Soldat verabschiedet sich von seiner Familie

Soldatenkinder sind besonders anfällig für Stress und haben Probleme, sich in der Geselschhaft anzupassen. Dies belegt eine Studie der  US-Verhaltensforscherin Alyssa J. Manfield. Die ständige Angst um die Eltern, die weit weg von zu Hause im Einsatz sind, lösen psychische Auffälligkeiten aus. Neben Stress- und Anpassungssyndromen kommt es häufig zu Depressionen.

Bis ins dritte Glied …
Auch die Kölner Autorin Sabine Bode beschreibt in ihren Büchern "Kriegskinder", "Kriegsenkel“ und "Nachkriegskinder“, wie sich die Folgen des Krieges bis in die dritte Generation einer Familie bemerkbar machen. Sie stellt dar, wie Kinder traumatisiert werden können, obwohl sie selbst den Krieg nicht miterlebt haben. Die traumatisierten Eltern wiederum, können nach ihrer Rückkehr nicht auf die emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen.

In ihren Büchern zeigt Bode, wie sogar Kriegsenkel noch Depressionen und Beziehungsstörungen entwickeln, obwohl der Krieg selbst fast vergessen scheint. Dazu passt die Tatsache, dass die Zahl der erwachsenen Kinder, die sich vollständig von ihren Eltern abwenden, zu wachsen scheint. Die Eltern sagen, sie hätten alles gegeben und ihre Kinder wohlbehütet aufwachsen lassen. Die Kinder hingegen erzählen von Gewalt in der Erziehung und massiven Grenzüberschreitungen der Eltern. Zwischen beiden steht die Sprachlosigkeit.

Je besser die Mutter „psychisch funktioniert“, desto gesünder ist das Kind

Wie abhängig die Emotionen der Kinder vom „Funktionieren“ besonders der Mutter ist, zeigten Nathaniel Laor von der Universität Tel Aviv. Sie untersuchten 81 Kinder im Alter von 8-10 Jahren, die fünf Jahre zuvor während des Golf-Kriegesuvor den Raketen-Angriff auf Israel erlebt hatten, bei dem ihre Häuser zerstört wurden. Die Autoren wiesen nach, dass psychische Störungen stark vom Familienzusammenhalt und vor allem vom psychischen Funktionieren der Mutter abhing.

Die Ergebnisse unterstreichen, wie sehr die Erlebnisse der Eltern die psychische Gesundheit der Kinder beeinflussen.

 

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